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Die Sorgenfreien

„Wer würde in einen Bus einsteigen, bei dem ein siebenjähriger Junge am Steuer sitzt – in der Linken eine Whiskyflasche, in der Rechten die Videokamera?“, fragt sich Jörg-Olaf Schäfers. Der Paderborner Student ist eingestiegen und berichtet seitdem über die Geschehnisse im Bus. StudiVZ heißt die Linie und eine Million Fahrgäste sitzen drin. Es ist eine Geschichte von Unternehmergeist, Leichtgläubigkeit, Unvermögen und fehlender Sozialkompetenz.


Messerscharf hatte er es analysiert: „Über kurz oder lang hat es sich ausgecoolt, man erkennt, dass die Frauen mehr und mehr auf Solidität als aufs Äussere oder auf Hippness bei den Kerlen achten“, schrieb Ehssan Dariani im Mai 2005 in sein Weblog. Das war, bevor er in die USA ging und vermutlich erstmals in Kontakt mit Facebook kam. Das vom damals 20-jährigen Harvard-Studenten Mark Zuckerberg 2004 gegründete Unternehmen bot den Mitstudenten etwas, was in den USA eine konsequente Fortführung bestehender Strukturen war: Facebook werden dort Bücher genannt, in denen sich Studierende an ihrer Universität verewigen können. Durch das Internet ergibt sich aus solchen Büchern jedoch neuer Nutzen: mittels Mausklick und Datenbankabgleich lässt sich feststellen, wer ebenfalls an der gleichen Universität, im gleichen Jahr, im gleichen Fach oder einer beliebigen anderen Angabe entsprechend zu finden ist. Als Social Networking wird diese Verknüpfung anhand bestimmter Kriterien neudeutsch bezeichnet.

Dariani wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht, was er künftig tun würde. Er hatte gerade seinen Bachelorabschluss an einer Leipziger Privatuniversität gemacht, wollte gerne in St. Gallen weiterstudieren. Sein Umfeld beschreibt ihn als aufgeweckt, als unternehmungslustigen Draufgänger. Als intelligent, aber oft zu impulsiv – und mit manchmal verschrobenen Ansichten. Ein Lebemann der Spaßgesellschaft. Kaum zurück in Deutschland suchte er sich ein paar Leute zusammen, mit denen er etwas ausprobieren wollte: einen Facebook-Klon ins Leben zu rufen. In einem Land, in dem traditionell die Vernetzung der Studierenden untereinander miserabel ist, in dem organisierten studentischen Verbindungen sofort der Geruch nationalistischer Weltsicht und Burschenschaftlertum anhaftet.

Im März oder April traf ich zum ersten Mal auf den damals 25-jährigen Ehssan Darian. Er war zum “Webmontag” in Berlin gekommen, einer Veranstaltung, in der loser Gedankenaustausch und Vorstellung von Projekten durch Menschen stattfindet, die sich mit der Zukunft von Software im Internet Gedanken machen – und diese vielleicht sogar selbst programmieren. Er hatte ein Problem: sein Facebook-Klon lief nicht so, wie er sollte. Sie hieß Studiverzeichnis und er wollte vom Fleck weg zehn, besser 15 Programmierer einstellen. AJAX, PHP und SQL sollten sie können – jene drei Zauberformeln, die einen Großteil “Web 2.0″-Software ausmachen. Aber Darianis Projekt, gegründet zusammen mit seinem Freund aus früheren Tagen Dennis Bemmann, es wollte nicht so richtig. Die Programmierarbeit um Facebook mit seinen vielfältigen Funktionalitäten so nachzubauen, dass es auch mit vielen Nutzern funktionierte, das hatte man offenkundig unterschätzt. “Wir suchen Programmier - und bezahlen sogar”, scherzte Dariani damals in Anspielung auf viele gemeinnützige Projekte, die sonst auf solchen Veranstaltungen vorgestellt werden. Er war fühlte sich sehr, sehr cool – und hatte allen Grund dazu.

Ende April kamen Meldungen aus den USA, dass Facebook mittlerweile über acht Millionen Nutzer an Universitäten und High Schools habe. Gerüchte kamen auf, dass die Site aufgrund der gute gefüllten Kundenprofile zielgruppengenauestes Marketing ermöglichen würde – mit angeblich bis zu einer Million US-Dollar Umsatz am Tag, andere Schätzungen gingen von 100 Millionen US-Dollar im Jahr aus. Ein guter Anlass um sich Studiverzeichnis noch einmal anzuschauen.

Bei den Nachforschungen stellte sich schnell heraus, dass das Projekt ins Rollen gekommen war. Und dass mit Studylounge ein Konkurrent das Feld betreten hatte, der zwar spät kam, aber eventuell das Feld streitig machen konnte. Keine direkte Kopie von Facebook, so wie Studiverzeichnis, und vielleicht zu komplex. Doch mehr Geld schien auf jeden Fall hinter Studylounge zu stecken. Mehr Nutzer hatte hingegen das Dariani-Projekt: in einem Telefonat versicherte er, dass die Site über 40.000 Nutzer habe. Seine Plattform vergab zu dem Zeitpunkt die Registrierungsnummern noch nicht pseudonymisiert, so dass ich mit meiner ID um die 29.000 recht sicher sein konnte, dass das zwar nur leicht, aber doch übertrieben war. Die Server des Social Networks brachen unter der Last trotzdem immer wieder zusammen.

Der Jungunternehmer Dariani war offensichtlich allerbester Dinge, er redete von großen Investoren und kleinen Wettbewerbern, einem schier unglaublichen Werbepotenzial. Und die Wachstumszahlen waren enorm: jeden Tag meldete sich eine steigende Zahl Studenten auf der Plattform an. Sie trugen in ihre Profile alles ein, was sie der Welt mitteilen wollten.

Dariani wollte bis Juli 100.000 Nutzer für seine Plattform sammeln. Bis zu seinem 26. Geburtstag, dem 15. Juli 2006, hatte er sie bekommen. Und noch ein paar tausend als kostenlose Dreingabe. Als ob die deutschen Studierenden nur darauf gewartet hätten: sie registrierten sich zuhauf. Die Nutzer ließen ihre Privatsphären-Einstellungen bei StudiVZ, so hieß die Plattform da nur noch, meist auf den Standardeinstellungen. Und die heißen: nichts zu verbergen. Dass das problematisch sein könnte, das sagte ihnen niemand. Die StudiVZ-Software hatte weiterhin große Probleme im Umgang mit den Massen, doch das störte die Nutzer nicht sonderlich.

Ein noch viel größeres, aber leicht verspätetes Geburtstagsgeschenk machte Dariani, seinem Gründerfreund Bemmann und dem zum Gründerduo hinzugestoßenen Michael Brehm dann jemand ganz anderes: Holtzbrinck Ventures. Die Wagniskapital-Tochter des Holtzbrinck-Verlags stieg bei StudiVZ mit einem Minderheitsanteil ein – mit zwei Millionen Euro.

In den USA ging es zur gleichen Zeit bereits um ganz andere Summen: MySpace wurde schon Mitte 2005 von FoxNews Interactive, einer dem australischen Medienunternehmer Rupert Murdoch gehörenden Firma, für 580 Mio. US-Dollar gekauft. Im August 2006 bezahlte Google für Werbeeinblendungen auf MySpace bereits 900 Millionen US-Dollar. Und das StudiVZ-Vorbild-Facebook? Es schloss einen Vertrag über Vermarktung mit einer Tochter des Redmonder Softwareherstellers Microsoft – Vertragssumme unbekannt.

Weitere steuerten ihr Scherflein für StudiVZs rosigen Zukunftsaussichten bei: die beiden Brüder Marc und Oliver Samwer. Sie waren bereits im ersten Internetboom mit ihrem Auktionshaus alando.de erfolgreich – verkauften es gegen gutes Geld an den US-Platzhirsch E-Bay. Später machten sie mit dem Klingeltonanbieter Jamba! satt Kasse – und mussten sich den Vorwurf gefallen lassen, mit fragwürdigen Geschäftsmethoden Kindern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Sie investierten eine halbe Million Euro in das Studentennetzwerk.

Erste Imageprobleme

Bis hierhin klingt alles wie ein kleines Internet-StartUp-Märchen. Ein paar Studenten haben eine tolle Idee in den USA entdeckt, übertragen sie auf Deutschland. Nach eigener Darstellung immer klein und niedlich, ein bisschen lustig. Wenn mal etwas nicht funktioniert: so ist das eben, wenn man aus der WG heraus ein Startup betreibt. Die Nutzer verzeihen auch größere technische Probleme. Als das Konzept von immer mehr Studenten akzeptiert wird, da finden sich freundliche Investoren, die den Gründern finanziell unter die Arme greifen. Ein Web2.0-Märchen hätte es sein können. Und ab Ende des Jahres wollte man auch langsam darüber nachdenken, wie man Geld verdienen könnte – zum Beispiel mit Werbeeinblendungen, ganz nach Facebook-Vorbild. Aber erst einmal sollte alles anders weitergehen.

Bereits im Sommer stellte Ehssan Dariani ein paar Videos von Berliner Partys und aus der U-Bahn ins Weblog von StudiVZ. Eigentlich nichts besonderes, nur das gockelhafte, chauvinistische Gehabe eines dynamisch aufstrebenden Jungunternehmers in Berlin Mitte 2006 – Videos des Entrepeneurs Dariani beim “Chicks aufreißen”. Ein kleiner Fehltritt, sie im Firmenweblog zu posten – aber nicht weiter von Belang.

Größer waren auch zu diesem Zeitpunkt die technischen Probleme bei StudiVZ: anders als das große Vorbild Facebook, das mit mehreren Millionen Nutzern fast ohne Ausfallzeiten operiert, gibt es bei bei den Berlinern immer wieder stundenweise „Downtimes“, also Zeiten, in denen Teile oder das gesamte Angebot nicht zur Verfügung stehen.

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Dariani erzählt gerne die Geschichte davon, dass er seinen Freund und Geschäftspartner Dennis Bemmann schon aus “Jugend forscht”-Zeiten kenne. 1995 nahm Ehssan Dariani gemeinsam mit einem Kasseler Freund an dem Wettbewerb teil. Ihr Thema: ein Warnsystem für Gleisbauarbeiter. Eine Lichtschranke sollte diese mit schrillen Tönen und blinkenden Leuchtdioden alarmieren, wenn ein Zug kam. Nun hätte er selbst ein funktionierendes Warnsystem gut gebrauchen können: auf seinem Höhenflug, Take-Off Anfang 2006, sollte ihn nichts mehr stoppen.

Darianis Geburtstagsfeier war groß geplant. Alle seine Freunde sollten ihn, den erfolgreichen Geschäftsmann bewundern. Es sollte die Party des Self Made-Mans werden, auf der er im Mittelpunkt stand. Damit alle kamen, musste eine passende Einladung her. Dariani überlegte sich etwas: wenn ihm schon so viele Studierende folgten – könnte er da nicht eine kleine Anspielung auf jene historische Figur machen, der so viele Deutsche blind folgten? Seine Einladung zum Geburtstag wurde daraufhin eine angepasste Version der Ausgabe des Völkischen Beobachters vom 20. April 1945: „Deutschland steht standhaft und treu zum Führer.“ Was zum 56. Geburtstag Adolf Hitlers gedruckt wurde, musste doch für den 26. Geburtstag Ehssan Darianis ebenfalls passen? Natürlich sei das nur ein Scherz gewesen, betont Dariani im Nachhinein. Als er die Domain voelkischer-beobachter.de registrierte, da schrillte bei ihm keine Alarmglocke.

Unter Beobachtung

Wer im Web heutzutage hohe Ziele anstrebt, der macht das unter Beobachtung. StudiVZ ist ein gutes Beispiel für die Dynamik dessen, was man Web 2.0 nennt: zum einen liegt der Erfolg der Plattform in der Akzeptanz durch die Nutzer. Diese und das was sie auf der Plattform tun, das ist die Grundlage. Für Unternehmer heißt das zum einen, dass sie sich fast nur um Infrastruktur kümmern müssen. Zum anderen machen sie sich damit in nie gekanntem Maße von ihren Nutzern abhängig. Diese schauen ihnen bei ihrem Treiben auf die Finger – und können auch sehr unangenehm werden.

Was einige Blogger im Laufe der Zeit sammelten, wirft kein gutes Licht auf StudiVZ: immer neue Vorwürfe kamen aus der Blogosphäre - und jeden Tag kommen neue hinzu. “Bei uns haben noch nie so viele Leute angerufen”, sagt Martin Weber, General Partner und Managing Director bei Holtzbrinck Ventures mit einer Mischung aus Anerkennung für das Interesse und Genervtheit in der Stimme. Soviel Öffentlichkeit ist man bei den Münchnern offenbar nicht gewohnt.

Das aufstrebende Vorzeigeunternehmen der deutschen Web 2.0-Szene wird von Bloggern zur Zeit scheibchenweise seziert. So wurden die auf der Videoplattform YouTube gespeicherten Werke des Selbstdarstellers Dariani erst einer noch kleinen Öffentlichkeit bekannt. Doch als Darianis geschmacklose Geburtstagseinladung in einem Weblog gepostet wurde und sich Dariani im offiziellen Firmenblog zu einer seltsamen Rechtfertigung genötigt sah, da zog die Geschichte ihre Kreise. Dariani vor den Nutzern zu Kreuze. Dann wurden die Namen der beteiligten Finanzinvestoren – inklusive Summen – genannt. Zum vorläufigen Schluss wurde dann auch das heikle Thema Datenschutz angesprochen – und ein Datenschutzbeauftragter ernannt.

Die neue Offenheit wurde binnen Stunden zur Lachnummer: “StudiVZ nimmt den Schutz der Nutzerdaten sehr ernst”, schrieb der Mitgründer Dennis Bemmann ins Firmenblog. Knapp vier Stunden später zeigte sich, dass es damit nicht sehr weit her sein konnte: Im Netz tauchten Screenshots auf, die einen Eintrag von Ehssan Dariani auf der Benutzerseite eines anderen StudiVZ-Investors zeigten. Darin forderte Dariani dazu auf, doch bitte alle Fotos, Videos und sonstige im Internet verfügbare Daten “systematisch [zu] durchforsten und nicht 100% einwandfreie [zu] löschen”. Pikant: der Eintrag war bereits als gelöscht markiert – aber noch zu sehen.

Datenschutz ist kein besonders attraktives Thema. „Uncool“ nennen es viele Studenten. Sie glauben, nichts zu verbergen zu haben. „Die Leute haben kein Gefühl dafür, was sie dort veröffentlichen“, sagen die beiden Bochumer IT-Sicherheitsstudenten Felix Gröbert und Dominik Birk. Sie betreiben ein Weblog zu Sicherheit im Internet und beschäftigen sich damit, auch wenn es nicht so sexy ist. Sie betonen vor allem die Gefahr von Datenmissbrauch: „Stell dir vor, Du bekommst eine E-Mail: In der Absenderadresse steht der Name eines Freundes, im Betreff deine Lieblingsband und in der Mail steht ein Link zu kostenlosen Konzertkarten – wer würde da nicht draufklicken?“ Social Networks würdem dem als Phishing bekannt gewordenen Phänomen neuen Auftrieb verleihen. Statt wie bisher mit eher einfacher Aufmachung könnten personalisierte E-Mails auch kritische Geister überlisten.

Als besonders kritisch betrachten sie die Summe an Profilen, die Internetnutzer inzwischen in den verschiedensten Diensten hinterlegen. „Die Informationen aus verschiedenen Profilen ergeben ein Mosaik“, so die Bochumer Studenten. Die Nutzer gäben auf diese Art deutlich mehr preis, als ihnen bewusst wäre. Neben den Nutzern selbst seien aber auch die Betreiber in der Pflicht: sie müssten die Daten so gut wie möglich schützen, was StudiVZ in den Augen der beiden Sicherheitsspezialisten allerdings bislang überhaupt nicht gewährleistet – selbst einfachste technische Hürden wie die Verwendung eines verschlüsselten anstelle des normalen Hypertextprotokolls seien nicht einmal optional verfügbar.

Viel Arbeit bedeuten die Ereignisse für Tilo Bonow. Der PR-Mann ist wie Dariani 26 Jahre jung – aber hat sich in Sachen Krisenkommunikation bereits einen Ruf erworben. 2004 belegte er im Umgang mit Kritik in Weblogs einen Crashkurs: nachdem der Berliner Blogger Johnny Haeusler im „Sendung mit der Maus“-Stil Vorwürfe gegen das Samwer-Klingeltonunternehmen Jamba erhob, mit unsauberen Geschäftspraktiken und Abomodellen vor allem die Prepaidkarten von Kindern abzuschröpfen, da stellte sich der aufstrebende Bonow hin und erklärte: „Die Kritik der Blogger wird von der allgemeinen Öffentlichkeit vermutlich gar nicht richtig wahrgenommen.“ Dass er sich damit vertan hatte, bewiesen zahlreiche Artikel in klassischen Medien. Bonows Karriere im Umfeld der Samwer-Investitionen taten seine PR-Missgeschicke jedoch keinen Abbruch.

Doch auch zwei Jahre später riet Bonow, wenn überhaupt, erst spät zur Flucht nach vorne. Nicht nur Darianis Warnsystem versagte, die gesamte Jungunternehmer-Clique aus Berlins angesagter Mitte mitsamt des Pressesprechers erzeugt den Eindruck eines auf dem Rücken liegenden Käfers, der nicht mehr auf die Beine kommt. Der Wagniskapitalgebner Holtzbrinck Ventures zeigt sich auf Nachfrage unzufrieden: „Die Kommunikationspolitik bislang war sehr unglücklich, aber wir sehen da einen positiven Trend“, sagt Martin Weber.

Andere Beteiligte formulieren es klarer: der Jungunternehmer Dariani ist von seinen Geschäftspartnern kaltgestellt worden, „von der Außenkommunikation entbunden“ heißt es in Firmenkreisen. Er ist das Bauernopfer der Gründer und Finanziers des StudiVZ: „Wir glauben, dass Unternehmertum im Unternehmen, also Dezentralität, ein großes Asset ist“, sagt Wagniskapitalmanager Weber. Doch wenn die Entscheidungen des Kapitalnehmers auf Dauer nicht zufriedenstellend sind, bleibe manchmal nur die Entscheidung zwischen zwei Varianten: “Entweder sie trennen sich von Anteilen, oder sie trennen sich von Personen.” Wobei die letztere Variante die deutlich einfachere für Investoren sei, einen Käufer zu finden sei ungleich schwieriger. Vorsichtshalber schiebt Weber nach: „Eine Trennung von Dariani steht nicht zur Disposition.“

Der Marktwert von StudiVZ ist wie der des Vorbilds Facebook schwer zu berechnen. Die schiere Zahl der Nutzer und ihre Selbstorganisation in tausenden Interessengruppen bilden für Werber jedoch ein geradezu ideales Umfeld. Individuelle Nutzerdaten wolle man nicht preisgeben, betont das Unternehmen. Doch dass Werbung die Haupteinnahmequelle sein soll, das stand schon im Mai fest. „StudiVZ muss sich irgendwann selber tragen und wann das sein wird, weiß noch keiner“, sagt der Geschäftsführer Michael Brehm. „Im nächsten Jahr werden wir damit anfangen, einen Teil über Werbung zu finanzieren. Es wird aber keine offensiven Mails oder Popups geben. Das passt nicht zu uns.“ Die akkumulierten Daten wie Gruppenprofile dürften für Werber eh interessant genug sein.

Was viele der bei StudiVZ registrierten Nutzer nicht wahrhaben wollen: Dariani, Brehm, Bemmann und ihre Freunde aus der „Gründungs-WG“ sind vielleicht gar nicht so nette Jungs – sondern vor allem an Geld interessiert und hatten eine gute Geschäftsidee. Das ist legitim. Oder sie sind tatsächlich ganz schrecklich nett – aber zwischen ihrem Anspruch, professionelle Jungunternehmer zu sein und der Realität liegen Welten. Das ist problematisch. Viele Studierende nutzen blauäugig das Social Network mit dem menschlichen Flair der Fehlbarkeit, ohne es zu hinterfragen.

Doch dafür gibt es ja Blogger: Neben dem Paderborner Studenten Schäfers ist es vor allem ein älterer Herr, der sich im Netz Don Alphonso nennt. Er hatte sich zu New Economy-Boomzeiten darauf spezialisiert, StartUp-Firmen auf Herz, Nieren und Geschäftsbilanzen zu prüfen. Nun hat er sich festgebissen in der Berliner Studentennetzwerk-Geschichte, wühlt im Dreck und wirbelt Staub auf. Sein wohl größter Coup: Er hat eine Gruppe mit 700 Mitgliedern ausfindig gemacht, die die Fotoalben von Nutzerinnen auf der Suche nach attraktiven Fotos durchwühlt haben. Dass weibliche Mitglieder des StudiVZ von Mitgliedern dieser Gruppe virtuell belästigt worden sind, nachdem sie in der Gruppe zum „Modell des Monats“ gekürt wurden, daran besteht kein Zweifel – ebenso wenig daran, dass die Firma StudiVZ von Nutzern über diese Ereignisse informiert wurde. Doch die Chauvinisten-Gruppe wurde keineswegs abgeschaltet: als „absolut okay“ wurde sie von einem Mitarbeiter eingestuft. Er bittet nur darum, die Beschreibung etwas zu säubern. Der Erfinder der „******-Gruppe“ hält von Datenschutz selbst allerdings auch wenig: von ihm gibt es Fotos beim Konsum von Cannabis im StudiVZ. Ob er jemals in sicherheitsrelevanten Bereichen wird arbeiten dürfen?

Dass bei Ihnen eine Menge schief läuft, das ist den Gründern durchaus bewusst. Aber sie halten die Probleme für punktuell, nicht strukturell. „Wir haben ein sehr professionelles Team, das hoch motiviert und engagiert arbeitet.“, sagt Michael Brehm. „Allerdings gibt es wohl wenige Projekte im Web, die mit einem derartigen Wachstum und aktiven Nutzung zu tun haben. Das Konzept und die Community von StudiVZ sprechen für sich selber. Kritik gibt es immer und wir halten sie für richtig, wenn sie ehrlich gemeint ist. Hinweise sind uns natürlich wichtig und das wissen unsere Nutzer auch.

„Einige Blogger sind mit Ihren Einschätzungen als neutrale Beobachter wichtig,“ sagt Michael Brehm von StudiVZ, „Wir nehmen Anregungen aus dem Umfeld gerne auf.“ Doch Don Alphonso ist damit kaum gemeint: er macht kein Geheimnis daraus, dass er StudiVZ am liebsten geschlossen und Gründer und Investoren für ihre Fehler bestraft sehen würde.

Wenn die Gewinne dann einmal sprudeln, oder zumindest abzusehen sind, dann ließe sich die Plattform wohl wie MySpace für eine horrende Summe verkaufen: die Betriebskosten sind dann nur noch ein Bruchteil dessen, was sie einspielen könnte. Als möglicher Käufer wird das US-Original gehandelt: Facebook – welches seinerseits wiederum Gerüchten zufolge als Übernahmekandidat gilt. Sofern ein potenzieller Kandidat, in Frage kommen wohl nur Yahoo, Microsoft oder Google, zuschlägt. Die aktuellen Ereignisse schmälern den Verkaufswert und der Hauptinvestor will von einem baldigen Verkauf nichts wissen. „Wir machen unsere Investments nicht mit der Zielsetzung irgendwelcher Synergien oder auf einen zeitnahen Exit“, sagt Manager Weber. Und schließt damit auch aus, dass die Nutzerprofile mit anderen Investments seiner Firma verschmolzen werden – zum Beispiel dem Datingservice Parship. Auch eine Kooperation mit dem ebenfalls zum Holtzbrinck-Verlag gehörenden Vermarkter GWP schloss Weber aus. Nach einem baldigen Verkauf an Facebook klingt auch nicht, was die Gründer derzeit sagen: „Die Arbeit hier macht mir unglaublich viel Spaß und daher kann ich ein Ende noch lange nicht absehen“, so Geschäftsführer Brehm.

Doch die bestehenden Probleme müssen gelöst werden: beim Datenschutz müssen die Jungunternehmer dringend nachrüsten. Hier sind die Vorrichtungen keinesfalls ausreichend, beim Berliner Datenschutzbeauftragten haben die Ereignisse der letzten Wochen für erste Schritte hin zu einer Untersuchung geführt. Bis zu 250.000 Euro Bußgeld kann dieser verhängen, das wäre ein Zehntel des Kapitals, das in StudiVZ den Beteiligten zufolge steckt. Aktiv eingreifen darf er jedoch nicht: „Wir haben grundsätzlich nicht die Befugnis, den Stecker zu ziehen“, sagt die Sprecherin Anja-Maria Gardain. Man meint, ein leises Bedauern aus ihrer Stimme heraushören zu können. „Der Schutz der Daten unserer Nutzer ist uns enorm wichtig“, sagt Brehm. Dieser Bereich sei sehr sensibel, dessen sei man sich bewusst und daher sei es selbstverständlich, dass die Daten an niemanden weitergegeben werden. Brehm sagt: „Genauso selbstverständlich ist es, dass unsere Nutzer selbst festlegen können, welche Daten sichtbar sind oder nicht und welche Daten sie überhaupt einstellen.“ Und gibt damit die Verantwortung zurück an die Nutzer. Die beiden IT-Sicherheitsstudenten Birk und Gröbert halten das für nicht ausreichend: „Die Betreiber sensibilisieren zuwenig.“ Für Brehm ist es in erster Linie ein Kommunikationsproblem: „Was wir uns vorhalten lassen müssen ist, dass wir nicht klar genug kommuniziert haben. Deshalb überarbeiten wir noch mal die Informationen zum Datenschutz, in denen wir ganz explizit sagen, was für Sicherheitsmechanismen im System eingebaut sind und wie die Nutzer allein schon durch rechtliche Regelungen geschützt sind.“

Ehssan Dariani ist für Pressevertreter derweil nicht mehr zu sprechen. Ob der Nachwuchsforscher aus Kassel mit den großen Zielen und der harten öffentlichen Landung überhaupt noch haltbar ist, wird sich zeigen. Die Geschichte seines studentischen Startups mit altruistischem Vernetzungsauftrag, das nebenbei auch noch etwas Geld verdienen möchte – die ist passé. Doch die in manchen Blogs geäußerte Unterstellung, dass hinter den Schwierigkeiten Berechnung stecken würde, sie scheint überzogen. Es sind nicht nur die Unternehmer des StudiVZ für die es gilt: Die deutschen Nachwuchseliten blamieren sich – und dies bleibt weiterhin das einzige, was mit absoluter Sicherheit stattfindet.

90 Responses to “Die Sorgenfreien”

  1. […] Eine klasse Zusammenfassung des Gruscheldramas inkl. einiger neuer Details hat Falk Lüke geschrieben. […]

  2. on 26 Nov 2006 at 18:24 hep-cat.de

    Sehr schön geschrieben, ich kann nicht verstehen, warum den Artikel bisher noch niemand veröffentlichen wollte…

  3. […] […]

  4. on 26 Nov 2006 at 19:17 G

    Der Mitarbeiter hat nicht mit “post heil” unterzeichnet, s. auch Kommentare hier: http://www.spreeblick.com/2006/11/24/studivz-jetzt-ist-aber-freierabend/
    Ansonten guter Artikel, schade, dass das keiner kauft…

  5. on 26 Nov 2006 at 20:05 christian

    Klasse Text.

  6. on 26 Nov 2006 at 23:13 Sherpa

    Hallo Falk,
    schöner Text! Den letzten Satz verstehe ich allerdings nicht.
    Und das “post heil”, das hat nicht der studiVZ-Mitarbeiter geschrieben! Das gehört zum Foreneintrag des Gruppengründers.

  7. on 27 Nov 2006 at 00:03 Peter

    Hallo lieber Falk

    Schöner Artikel, einige kleine Anmerkungen hätte ich aber:

    *
    “Der Erfinder der „******-Gruppe“ hält von Datenschutz selbst allerdings auch wenig: von ihm gibt es Fotos beim Konsum von Cannabis im StudiVZ. Ob er jemals in sicherheitsrelevanten Bereichen wird arbeiten dürfen?”

    In diesem Fall bin ich froh, dass es ein StudiVZ gibt. Denn das sollte so jemand in der Tat nicht.

    *
    “Die deutschen Nachwuchseliten blamieren sich – und bleibt weiterhin das einzige, was mit absoluter Sicherheit stattfindet.”

    Das ist übertrieben. Denn die verhielten sich schon immer so. Es gab nur kein Netz, wo alles so schnell aufkam wie heute. Aber sind wir ehrlich, Photos von Prominenten und Politikern aus deren peinlicher Vergangenheit sind schon häufig aufgetaucht. Diejenigen hätten ihre Videos “a la Ehssan in der U-Bahn” damals auch hochgeladen, weil sie’s toll gefunden hätten.

    zur „******-Gruppe“:
    Da ist in der Tat nichts daran, was überrascht. Das tun die Jungs alleine ja sowieso. Das ist menschlich/männlich -, um nicht zu sagen normal oder vorhersehbar. Also warum sollten sie das nicht in einer Gruppe tun?! Und die Damen,… wenn sie solche Photos hochladen, dann tun sie das nicht, weil unter ihrem Nachtkästchen kein Platz mehr war. Ich sehe da kein ernsthaftes Problem (und könnte im Übrigen Alfonso-like Namen und Gruppen in diesem Netzwerk und in anderen nennen, die völlig unverblümt dasselbe tun)

    Viele Grüße
    Peter

  8. on 27 Nov 2006 at 00:09 Falk Lueke

    Danke für die Anmerkungen zum Fehler mit “Post heil”, hier nutze ich dann mal die Möglichkeit, die mir diese Veröffentlichungsform bietet und hab den Halbsatz entfernt.

    Ich bitte auch um Verständnis dafür, dass ich nicht erklären möchte, wer warum den Artikel nicht kaufen wollte, möchte aber klar sagen: ein Text dieser Länge ist alles andere als einfach zu vermitteln und das Thema mit seinen vielen Facetten alles andere als “wenig erklärungsbedürftig”.

  9. on 27 Nov 2006 at 00:24 links for 2006-11-26 auf F!XMBR

    […] Die Sorgenfreien (tags: studivz grandios) […]

  10. on 27 Nov 2006 at 02:40 Jan

    sehr guter text, hat mir sehr gut gefallen, weil es das thema sehr vielschichtig beleuchtet.
    und ich habe mich sehr viel in den letzten monaten mit dem thema und dem netzwerk selber beschäftigt.

    warum ist dein account schon gelöscht?

    aber zum gründer der *****-gruppe muss ich sagen:
    unabhängig vom leichtsinn, der nicht zu leugnen ist, weil jeder weiß, wie unsicher daten im netz sind: ich kenn die hintergründe aus meinem persönlichen umfeld und finde viele vorwürfe, die sich gegen ihn prsönlich richten, unglaublich scheinheilig

    anfangs als blödelei unter freunden gestartet ist es außer kontrolle geraten, öffentlich geworden und quasi durch die masse und angebliche anonymität legitimiert worden.

    aber es wird ein individueller fehler mit strukturellen mängel des studivz’s verquickt, nicht einwandfrei in meinen augen.

  11. on 27 Nov 2006 at 11:06 chrischris

    Sehr guter Artikel! Großes Lob an den Autor! Bin gespannt wie das vom “Aufstieg und Fall (?) des StudiVZ” weiter geht…

  12. on 27 Nov 2006 at 11:33 Patrick

    Wow, Danke für diesen ausführlichen Artikel.

  13. on 27 Nov 2006 at 11:35 christian

    Danke für den Artikel (und die Veröffentlichung hier)! Interessant, die Entstehungsgeschichte mal ein bißchen unpolemischer zu hören.

  14. on 27 Nov 2006 at 13:19 wissender

    Guter Artikel, wenn auch die Mitleidnummer vielleicht zu sehr im Vordergrund steht. Die 3 Gründer wurden in langen Gesprächen bereits im August 06 auf die anstehenden und jetzt aktuellen Probleme hingewiesen, leider kann man das Resultat nur mit einem “Beratungsresistent” beschreiben. Darum hält sich auch mein Mitleid mit StudiVZ sehr in Grenzen….

  15. on 27 Nov 2006 at 15:10 Karlheinz Mosblech

    Vorsichtshalber schiebt Weber nach: „Eine Trennung von Dariani steht nicht zur Disposition.“

    Wörtlich?

    *Schenkelklopf*

  16. on 27 Nov 2006 at 15:38 EmmJay

    Danke. Sehr informativ. Das Gezeter vom Don mag ja stellenweise gerechtfertigt sein, aber es schmälert gleichzeitig die Informativität seiner Beiträge. Jetzt hab ich endlich mal einen guten Überblick über die Geschehnisse. Und ich überlege mal, wie viel ich tatsächlich datenschutzmäßig zu befüchten habe, schließlich habe ich keine Bikinifotos von mir hochgeladen. ;)

  17. […] Und ich suche verdammt nochmal einen Artikel, den ich gestern gelesen hab, hatte exzellent das ganze Geschehen nochmal rekapituliert. Da war auch ein Bild von Herrn Dariani aus dem Jahre 1995 dabei, was ihn relativ eindeutig macht. War glaube ich von Falk Lüke. Wäre klasse wenn mir einer in den Kommentaren die URL hinterlassen könnt. Muchas gracias. Update: Und da isser auch schon, “Die Sorgenfreien”, sehr sehr lesenswert für alle, an denen der Rummel um StudiVZ irgendwie vorbei gegangen ist. Danke an Falk (nicht Lüke *g*) für den Link! […]

  18. on 27 Nov 2006 at 18:37 Kilian

    Danke für diesen sachlichen und unpolemischen Artikel. Würde fast behaupten, dass es das ist was die Diskussion gebraucht hat. Eine objektive rangehensweise. Teilweise waren die Blogs und zensierten Kommentare zwar unterhaltsam, aber kaum förderlich.

    Zur *****-Gruppe kann ich nur soviel sagen, dass all meine weiblichen Freunde aka. Freundinnen das “gruscheln” oder selbiges geworden zu sein keineswegs als Belästigung oder gar stalking ansehen. Egal, ob jetzt geplant und/oder gleichzeitig von 15 männlichen Studenten. Sie sehen es als das was es ist…eine dezente und unbestimmte Kontaktaufnahme. Vielleicht liegt wirklich eine Leichtsinnigkeit in den Studenten was Datensicherheit betrifft, aber nicht was Kontaktaufnahme bzw -freudigkeit betrifft.

    Ich kann nur hoffen, dass die Sicherheitslecks in naher Zukunft zuverlässig gefixed werden, damit die Plattform wieder in Ruhe ihrem Bestimmungszweck zugeführt werden kann. Zu dem wer was von sich preisgibt sollte dann dem Individuum überlassen sein und nicht selbsternannten Studenten-Daten-Schützern…auch junge Studenten sind mündige Staatsbürger.

  19. on 27 Nov 2006 at 18:41 Petra

    Auch die Profile sind nicht sicher:
    http://fx3.org/blog/2006/11/27/studivz-sicherheitsbedenken-sind-mehr-als-begrndet/

  20. on 27 Nov 2006 at 18:41 ute

    wie schon gestern im zug beim vorablesen gesagt: “klasse text”! auch sehr schön aufgearbeitet -

    gezedere von don:
    @emmjay: er hat ja täglich aufgearbeitet und es auch herrlich geschrieben - hier ist nun alles in einer anderen form zusammengefasst

    ich bewundere beide schreibstile und hatte bei don aber auch nie das gefühl, dass es die informationen schmälert - ganz im gegenteil

    was ich nicht verstehe - gut, leider kenne ich mich zuwenig aus in dieser branche - aber warum wird so etwas nicht gekauft - sehr schade!

  21. on 27 Nov 2006 at 18:42 el_niet0rro

    Danke für den Artikel. Ich hatte schon befürchtet, keine objektive Übersicht der Situation zu finden. Danke auch, dass sie ihr Ego im GGs. zu anderen Bloggern aus der Gleichung genommen haben.

  22. […] Nachtrag 2: Das Blog ist wieder online, die Seite macht - wie so oft - Kaffeepause. Habe hier auf jeden Fall einen amüsanten Artikel gefunden. Tagged: Allgemein Ärger Internet Leben social network StudiVZ Web […]

  23. […] Nach den vielen Ereignissen der letzten Wochen tut es manchmal gut den Blick für das Ganze nicht zu verlieren. Dazu hat Falk Lüke einen informativen Blog-Eintrag verfasst. Nicht gerade kurz für Blogverhältniss aber durchaus mit interessanten Details zur Enstehung des Projektes, von Kapitalgebern und deren Handlungsbedarf und der möglichen Zukunft von StudiVZ. Noch ist dies anscheinend nur ein Thema der Bloggerszene, aber schon jetzt fühlt sich der Berliner Datenschutzbeauftragte zum handeln bewegt: …Hier sind die Vorrichtungen keinesfalls ausreichend, beim Berliner Datenschutzbeauftragten haben die Ereignisse der letzten Wochen für erste Schritte hin zu einer Untersuchung geführt. Bis zu 250.000 Euro Bußgeld kann dieser verhängen, das wäre ein Zehntel des Kapitals, das in StudiVZ den Beteiligten zufolge steckt… […]

  24. on 27 Nov 2006 at 20:19 DonDahlmann

    Schöne Zusammenfassung. Auffallend ist, dass StudiVZ ähnlich wie Jamba damals eine massives Problem mit der Kommunikation hat. War das bei Jamba noch nachvollziehbar, weil niemand Erfahrung mit Blogs hatte, sieht das heute aber deutlich anders aus. Ich bin mir sicher, dass die Probleme schon früh bei StudiVZ und den Geldgebern diskutiert wurden, aber dass man nicht reagiert hat, zeugt davon, dass man die Anschuldigungen entweder nicht ernst genommen hat, oder dass man sich für das Schicksal von StudiVZ nicht interessiert hat. Was vielleicht auch daran liegt, das man schon längst das hat, was man haben wollte: die Nutzerprofile.

  25. on 27 Nov 2006 at 20:22 Falk

    Das konnte ja nur von einem Falk kommen ;).

    Ein ehemaliges Gruppen und Ex studivz mitglied ;)

  26. on 27 Nov 2006 at 21:42 MID

    Danke, super Artikel, wertfrei genug ohne an Biss zu verlieren und hochinformativ.

  27. […] Update, 22:12 Uhr: Andreas hat ‘ne schöne Zusammenfassung der Ergeignisse vergangener (StudiVZ)-Tage geschrieben. Bei Heise gibt’s aktuelles zum Hack und dem Datenklau. Und bei Falk - ehemaliger Zeit-Praktikant mit Bindestrich und heute noch gelegentlich für Selbige tätig einen wunderschönen Artikel geschrieben. Den will die zeit aber nicht drucken. Und warum? Ja, weil die ja zu Holzbrink gehören. Und die haben immerhin 2 Mio. ins StudiVZ investiert. […]

  28. […] … gibt es von Falk. Sehr schöner Artikel, der alle Problemfälle anspricht und im Detail behandelt. […]

  29. on 27 Nov 2006 at 22:40 LostFocus - Unverkäufliches

    […] 27.11.2006 22:39 Falk Lüke hat einen sehr guten Artikel zu StudiVZ geschrieben. Drucken wollte ihn niemand. [via wirres.net] […]

  30. on 27 Nov 2006 at 23:16 Benjamin

    Hallo Falk!

    ENDLICH! Endlich schafft es mal jemand, einen objektiven, nicht von Häme und Hass durchsetzten Beitrag zum StudiVZ zu schreiben, der gleichzeitig auch noch informativ ist! Vielen Dank dafür!
    Eine Einschränkung muss ich jedoch machen:

    “Sein wohl größter Coup: Er hat eine Gruppe mit 700 Mitgliedern ausfindig gemacht, die die Fotoalben von Nutzerinnen auf der Suche nach attraktiven Fotos durchwühlt haben.”

    Daran ist wohl zunächst nichts auszusetzen.

    “Dass weibliche Mitglieder des StudiVZ von Mitgliedern dieser Gruppe virtuell belästigt worden sind, nachdem sie in der Gruppe zum „Modell des Monats“ gekürt wurden, daran besteht kein Zweifel”

    Ich wüsste gerne, wodurch dies erwiesen ist? Die Screenshots im Alphonso-Blog sind doch sehr dürftig, da sie tatsächlich aus dem Zusammenhang gerissen sind. Es wird die Behauptung aufgestellt, dass sich zwei Benutzerinnen als Reaktion auf “Gruschelbelästigung” (oder wie Alphonso es offensichtlich ohne jegliche Kenntnis der Definition desselbigen nennt: Stalking) abgemeldet haben. Jedoch ist weder erwiesen, dass die Damen sich wirklich abgemeldet haben (wobei man das noch glauben mag) noch, dass dies als Reaktion auf die Aktivitäten der Gruppe geschah. Es ist nicht einmal bekannt, wieviele der Mitglieder sich an dem sogenannten “Massengruscheln” überhaupt beteiligt haben, ich bezweifle jedoch stark, dass es wirklich alle 700 waren. So lange sich keine der Frauen selber dazu äußert, tendiere ich dazu, dies für bloße Vermutungen des Don Alphonso zu halten. Man beachte auch die Grundsätze unserer Rechtsordnung, die besagen, wie im Zweifel zu entscheiden ist.

    “Doch die Chauvinisten-Gruppe wurde keineswegs abgeschaltet”
    Was an der ganzen Sache chauvinistisch ist, leuchtet mir ebenfalls nicht ein. Ich schaue auch auf der Straße öfters mal Frauen hinterher, auch auf den Hintern. Ich kenne auch etliche Frauen, die dies bei Männern tun. Chauvinisten sind wir deswegen noch lange nicht, wir haben nur etwas, das sich Sexualität nennt und in jedem gesunden Menschen steckt. Viel mehr, als sich gegenseitig auf attraktive Frauen aufmerksam zu machen, wurde in der Gruppe auch nicht gemacht. Anscheinend stehe ich mit dieser Ansicht nicht alleine da, wie ich an den Kommentaren hier sehen kann.
    Schade, dass du dich (wie auch die Kollegen vom SPIEGEL) in diesem Punkt auf das Niveau von Don Alphonso begibst, ohne seine Aussagen zu hinterfragen. Ansonsten ist der Artikel wie gesagt sehr gelungen!

  31. on 28 Nov 2006 at 00:21 Is scho recht!

    Partyflyer, Youtube-Videos und der Datenschutz…

    Warum es besser ist, zu gehen. Eine Zusammenfassung der Ereignisse der letzten Tage.
    Ich habe mich erst vor wenigen Tagen bei StudiVZ angemeldet, da war jedoch die Sache schon am rollen. Zuvor hatte ich schon einige große Bedenken, die ich im Laufe di…

  32. on 28 Nov 2006 at 00:33 Falk Lueke

    Benjamin: “Dass… daran besteht..” - ich hab schlicht mit jemandem aus der Gruppe gesprochen, der dort schon länger dabei ist.
    In meinem Verständnis ist jemand Chauvinist, der sich in dieser Form verhält. Ich habe nichts gegen Frauen und ich habe auch nichts gegen einen hübschen Hintern. Aber was den digitalen Hinterngrabschern dieser Gruppe gefehlt hat, war die reale Ohrfeige, die sie sich im echten Leben für ihr Verhalten eingehandelt hätten.

  33. on 28 Nov 2006 at 00:42 StudiVZ und die Probleme at kWER?

    […] Sicherheitsbedenken mehr als begründet So ging es heute wieder weiter. Allein die Tatsache, dass die infame “Supersuche” als deaktiviert genannt wurde, in Wahrheit aber nur der Link im Frontend entfernt wurde und die Funktionalität an sich unter der gleichen URL nach wie vor zu nutzen war lässt mir als wenig begnadetem Programmierer die Haare zu Berge steigen Die Sorgenfreien Eine schöne Zusammenfassung der Geschehnisse von Falk Lueke, die eigentlich für ein Druckerzeugnis geschrieben wurde, aber dann doch nicht erschienen ist. Ich weiß, dass das nichts absolut Neues ist, aber es ging auch an mir vorbei, also könnte es vielleicht noch den ein oder anderen interessieren, gerade jetzt, wo man sich wundert, wieso das Portal nicht erreichbar ist. Für weitere Infos, alte wie zukünftige, seien die bereits genannten Blogs YAMB und Blogbar nochmals hervorgehoben. […]

  34. […] 2. StudiVZ, auslösendes Blog ist mir unbekannt. Ich nehme an, dass es mit der “Zensurmaßnahme” auf dem StudiVZ-Blog losging. Dominierendes Blog ist Blogbar mit dem Co-Autor Don Alphonso (eine Beispielsstory). Man kann mit Sicherheit sagen, dass StudiVZ mit Abstand das bisher am häufigsten diskutierte Thema in der deutschsprachigen Blogosphäre ist. Und, es wird dazu langfristig beitragen, dass Social Networks in Deutschland wesentlich stärker auf Datenschutz wie auch besseren Support achten werden. Das zeigen die bisherigen Gespräche mit SN-Anbieter serh deutlich auf. Stichworte: VoelkischerBeobachter, Toilettenvideos, Datenschutz, sexuell orientierte Forengrupen, das Dementi mit Turi für die Wirtschaftswoche ein Interview geführt zu haben, Kopie von Facebook, mangelnde Performance, pampige Unternehmensreaktionen auf Kritiken aus der Bloglandschaft, Eiertanz mit Offenlegung der VC-Beteiligungen, etcpp Falk Lücke/ZEIT-Mitarbeiter hat einen zusammenfassenden Artikel auf sein Blog gestellt, der sehr sachlich den Ablauf des Szenarios schildert. […]

  35. on 28 Nov 2006 at 02:05 patternrecognition.twoday.net

    Nachtrag StudiVZ…

    Eine wirklich gut gelungene Zusammenfassung zum StudVZ-Drama in 792,3 Akten las ich heute in Falk Luekes Blog. Danke an EmmJay für den Hinweis. Ich hoffe, dass dieser Vorfall zumindest ein paar konstruktive Konsequenzen hat, und sei es auch nur, d…

  36. […] Wer noch mehr Input zum Thema möchte sollte einen Blick auf die gut geführte Chronologie von “Beissreflex” werfen. Eine ausführliche und lesenswerte Analyse hat der Kommilitone Falk am Start. […]

  37. on 28 Nov 2006 at 04:46 Niklas

    Was heißt hier keine “Abnehmer”, nicht mal Telepolis wollte diese Analyse? Ärgerlich, der Text ist wirklich informativ und eine solide Zusammenfassung. Na ja, bestimmt findet er später zumindest Aufnahme in die offizielle Chronik von Torsten Kleinz (es würde sich jedenfalls anbieten so etwas hochzuziehen, die Story hat absolut das Zeug zum Kimble-Status ;).

    P.S.: Hast Du es mal bei “Brand Eins” versucht?

  38. […]   48   Blackbox WWW         09:45 | Nov 28′06 StudiVZ und kein Ende   Kein anderes Thema wurde bisher in deutschen Weblogs so intensiv und ausdauern diskutiert wie das Social Network StudiVZ. Das Berliner Start-Up polarisiert: Einmal auf der menschlichen Seite, einmal auf der technischen. So hört man nun zwar keine kleinen Skandale um videofilmende Chefs oder zenierte Kommentare im Firmen-Blog, doch die Themen werden nicht unbedingt kleiner: Stalker treiben sich auf der Plattform herum und Sicherheitslücken werden nach und nach aufgedeckt. Vorzeitiger Höhepunkt: Eine Phishing-Attacke gegen StudiVZ zwang das Team, die Plattform gestern tagsüber abzuschalten. Trotzdem glaubt man bei StudiVZ auch weiterhin: ‘Alles wird gut‘. […]

  39. […] Den gestrigen Abend (nein…eigentlich die letzte Nacht) habe ich damit verbracht, Unmengen an Blogeinträgen und Kommentaren zum Thema StudiVZ zu lesen. Mein Ziel war, eine Zusammenfassung der Vorgänge und Vorfälle zu schreiben, möglichst frei von Emotionen. Aber erstens war ich irgendwann viel zu müde dafür und zweitens hat dies bereits ein anderer getan, auf den ich an dieser Stelle verlinken möchte. […]

  40. […] Bitte lesen! Und auch die im Text verlinkten Seiten anklicken! […]

  41. […] Eine gute Zusammenfassung zum StudiVZ gibt es von Falk Lüke. (Der Artikel war anscheinend für ein Magazin oder eine Zeitung gedacht, wurde aber bislang nicht genommen.) […]

  42. on 28 Nov 2006 at 09:58 Falk Lueke

    Liebe Leser, nur zur Klarstellung: von mir aus darf den Text immer noch gerne jemand kaufen (okay, ganz ehrlich: die Wahrscheinlichkeit ist nach Erstveröffentlichung hier nahe null).
    Aber die klassische Variante, Redaktionen und Redakteure abzuklappern, ob sie das nicht zufällig haben wollen würden, die habe ich Mitte letzter Woche aufgehört. Meine Kontakte die angemessen hätten zahlen können waren erschöpft.
    Die Entscheidung, den Text statt an einen weniger zahlenden Anbieter einfach auf den eigenen Server zu packen, die hat viel mit Unmut über gewisse Zustände im Journalismus zu tun.

  43. on 28 Nov 2006 at 10:45 jovelstefan

    Hervorragender Lesestoff! Ein dickes Dankeschön dafür, dass du das, was eigentlich nicht mehr in einem Artikel zusammenzuschreiben war, in einem Artikel zusammengeschrieben hast! Schade, dass du den Artikel nicht an den Mann/Frau bringen konntest, dafür habe ich absolut kein Verständnis.

  44. on 28 Nov 2006 at 12:09 jovelblog » StudiVZ-Nachschlag

    […] Eine ausführliche, gut recherchierte und hervorragend geschriebene Zusammenfassung der Geschehnisse um StudiVZ hat übrigens Falk Lüke zu Papier gebracht. Lesenswert. studiVZ […]

  45. on 28 Nov 2006 at 12:13 Oli

    Das eigentliche Thema war und ist nicht ein schönes “gruscheliges” Thema, das die Bloggemeinde wieder zum zünftigen “abwatschen” nutzt, sondern der Datenschutz an sich bzw. die Problematik damit.
    Eben dieser Punkt wurde bei dem ganzen Gezetere über StudiVZ geflissentlich von den meisten übersehen, da ließt man a la Voyeur eine “tolle Story”, ergötzt sich daran und erfreut sich der Tatsache das “die Studierten” da auch nur dümmliche Versager sind, die das Leben nicht auf die Reihe bekommen. Insofern kann das sich das Gros der Blogger oder gar der Blogger-Elite, gemeinhin A-Blogger genannt, warm anziehen. Denn nach außen hin hat man zwar nicht dieses datenschutzrechtliche Desaster wie bei diesem Web 2.x Projekt erzeugt, aber man stellte sich auch ein Armutszeugnis aus, das man nicht mehr als zum “bashen” taugt. Die Ergötzung eben, gemeinsam draufzuschlagen. Ob der Mann nun Ehssan oder sonst wie heißt ist dabei völlig belanglos, denn die meisten Blogger sind ebenso wenig in der Lage Datenschutz zu buchstabieren.
    Das eigentliche Anliegen ist völlig untergegangen und weiter gehts bis zum nächsten Problem. Das ist wohl schade, aber spannend wars, ne?

  46. […] Eine sehr schön geschriebene Zusammenfassung hat Falk Lueke unter dem Titel Die Sorgenfreien geschrieben. […]

  47. Die neun größten Blogger-Skandale: Wie negatives Viralmarketing funktioniert…

  48. […] Falk Lueke: Die Sorgenfreien […]

  49. […] Nachtrag: Zeit-Blogger Falk Lüke hat die ganze Geschichte sehr schön zusammengefasst (leider wollte sie kein Printmedium abdrucken). Zum Thema PR heißt es darin: […]

  50. […] Falk Lüke hat einen langen, langen Artikel über StudiVZ geschrieben und Einiges verständlicher gemacht. […]

  51. on 28 Nov 2006 at 19:30 musikstreicheln

    StudiVZ und warum ich nicht mehr drin bin…

    Dass das StudiVZ nichts weiter als ein billiger Abklatsch des US-amerikanischen "Facebooks" ist von dem sogar die Dateinamen exakt kopiert wurden fand ich etwas ideenlos der Betreiber, war mir dann aber schnell wieder egal. Auch dass das ganz…

  52. on 28 Nov 2006 at 22:03 Christian

    Klasse Text, nur der letzte Satz macht Deine Arbeit für mich zunichte, solche willkürlichen Verallgemeinerungen sind schlichtweg überflüssig.

  53. […] Hervorragende Zusammenfassungen gibt es im Kasi-Blog und bei Falk Lüke. […]

  54. […] rachen werfen. geschrieben von blue am 29. Nov, 2006, um 0:51 Uhr in netzfund kommentare als rss | permalink| […]

  55. on 29 Nov 2006 at 05:36 Alditütenpenner

    Wirklich eine runde Sache dieser Artikel, auch wenn ich

    “Der Erfinder der „******-Gruppe“ hält von Datenschutz selbst allerdings auch wenig: von ihm gibt es Fotos beim Konsum von Cannabis im StudiVZ.”

    für eine (strafrechtlich unter Umständen relevante) Unterstellung halte. Der Beweis hierfür (ein Bild!) ist fragwürdig bzw. interpretiert. Ich kenne nur das Bild, auf dem “irgendwas” aus einer Flashe dampft. Es erweckt den Eindruck, dass… ja, das stimmt.

    Sorry für’s Klugscheißen, aber wer Anstoß an der Verletzungen der Privatssphäre von Personen nimmt, der sollte sich selbst auch für den Umgang mit Persönlichkeitsrechten sensibilisieren. Ich spiele auf den im Volksmund benutzten Hinweis, innerhalb von glaswandigen Bauten sei das bogenartige Abstoßen von festen Gegenständen zu unterlassen, an.

    Achso, bevor jemand fragt. Ich bin nicht der Fragliche welche. Ich bin 580.

  56. on 29 Nov 2006 at 12:10 VERFOLGER BLOG

    Blog krisen…

    Immer öfter haben Unternehmenskrisen ihren Ursprung in der Blogosphere. Ganz beeindruckend ist in diesem Zusammenhang die Auflistung der letzten Unternehmenskrisen, die von Bloggern ausgelöst wurden bei basic thinking.
    01. Jamba
    02. StudiVZ
    03. Heidi…

  57. on 29 Nov 2006 at 12:18 Falk Lueke

    Alditüte: das Bild ist kaum missverständlich zu interpretieren - auch nicht für Personaler. Und das war, wovon ich schrieb. Ob die Frage mit “er kifft” oder “er simuliert zu kiffen” zu beantworten ist, das bleibt davon unberührt. Aber Danke für den Hinweis.

  58. […] Es kann zugegebenermaßen sein, dass es allen Schreibern im Forum dieser Gruppe bewusst ist, dass ihre Beiträge für alle Mitglieder des StudiVZ (beziehungsweise für die ganze Welt, da die Registrierung zum StudiVZ ja nicht kontrolliert wird) sichtbar sind. Ich bezweifle das allerdings stark. Viele Gruppen-Mitglieder geben vermutlich nur so bereitwillig Auskunft über ihre sexuellen Vorlieben und auch ihre Perversionen, weil sie glauben, “unter sich” zu sein. Das ist wie gesagt keineswegs der Fall. Selbst eine geschlossene Gruppe würde nur eine trügerische “Sicherheit” bieten: Nach den Skandalen der vergangenen Tage um das StudiVZ (siehe hier und hier) dauert es bestimmt nicht lange, bis jemand auch den Zugang zu solchen Gruppen knackt. […]

  59. […] In diesem Artikel sind absichtlich keine weiteren Direktlinks auf mögliche Verfahren gesetzt, um einen möglichen Missbrauch nicht zu unterstützen. Siehe auch den Artikel zur Zukunft von StudiVZ. Einen sachlichen Überblick über die Thematik von StudiVZ liefert auch der Artikel von Frank Lücke. Daten sammeln StudiVZ Web 2.0 Web 2.0 Blase […]

  60. […] Gerade so, als ob ich das selber gesagt hätte. Das wird aber definitiv der erste und letzte Beitrag zum Thema Studivz sein. Wer die Schlammschlacht nicht mitbekommen hat, hier eine gute Zusammenfassung. […]

  61. on 29 Nov 2006 at 18:11 Pottblog

    Ausführlicher Artikel zum Thema StudiVZ…

    Falk R. Lueke hat einen sehr ausführlichen Artikel zum Thema StudiVZ geschrieben: Die Sorgenfreien.
    Das Lesen lohnt sich wirklich, da hier die wichtigsten Aspekte aufgegriffen werden und auch “die andere Seite” (StudiVZ) angehört …

  62. on 29 Nov 2006 at 19:18 Bill

    “Ob die Frage mit ‘er kifft’ oder ‘er simuliert zu kiffen’ zu beantworten ist, das bleibt davon unberührt.”

    Vielleicht hat er ja gezogen, aber nicht inhaliert?

  63. […] Ich habe einige Fragen beantwortet, welchen Nutzen studiVZ für Studierende haben kann, aber auch welche Risiken bei der Veröffentlichung persönlicher Daten im Internet bestehen - gerade angesichts der intensiven Diskussionen rund um die Sicherheitsprobleme bei dem populären Angebot [siehe z.B. hier oder hier] ist das natürlich ein sehr wichtiger Punkt. Der Beitrag wird kommenden Mittwoch, 6.12., bei TV Oberfranken ausgestrahlt. tvo empfangt ihr oberfrankenweit nur im kabelkanal oder europaweit nur über digital-satellit [die daten für den digital-satellit: astra 1h; position: 19,2 ost; transponder: 87; frequenz: 12,1485;Name: Franken Sat;] […]

  64. […] Ein Satz über Studenten und StudiVZ den ich vor kurzem gelesen hier habe: “Es sind nicht nur die Unternehmer des StudiVZ für die es gilt: Die deutschen Nachwuchseliten blamieren sich – und dies bleibt weiterhin das einzige, was mit absoluter Sicherheit stattfindet.” […]

  65. on 30 Nov 2006 at 09:16 blog.50hz.de

    Ein älterer Herr…

    Das Thema StudiVZ interessiert mich eigentlich nicht so sehr, dass ich mich darin einbringen würde. Die immer neuen Details an Don Alphonsos Blogbar überfliege ich nur noch. Den Überblick habe ich längst verloren. Dieses länger…

  66. on 30 Nov 2006 at 16:29 Channel Hopping

    Real-Life-Cheating…

    In den allermeisten Computerspielen gibt es Cheats, geheime Kommandos, die der Spielfigur Unverwundbarkeit oder unendlich viel Munition verleihen. Neuerdings gibt es jetzt auch ein paar solcher Codes für unser echtes sozialen Leben. Naja, zumindest f…

  67. […] Ich verlinke jetzt mal etwas sonstige Berichterstattung zum Thema StudiVZ bei Onlineauftritten traditioneller Medien, ein Bild über die Qualität darf sich jeder selbst machen. Nicht jedem davon habe ich das Thema/den Artikel angeboten, z. B. der taz, die einfach indiskutabel wenig zahlt/zahlen kann. […]

  68. […] Hitler, Hinrichtungen und pinke Shorts: Mark E. Seremet über Ehssan Dariani 1. Dezember 2006 Nur um mal zu zeigen, dass die Kritik an StudiVZ im Allgemeinen und seinem Mitgründer Ehssan Dariani im Besonderen nicht allein auf den Blutrausch einiger Vertreter der deutschen Blogosphäre zurückzuführen ist: Michael Förtsch hat Beiträge aus dem Blog von Mark E. Seremet (CEO von Spreadshirt USA, Gründer von Paragon Software, Gründer von Repliqa, Mitgründer von Take Two̷ ;) gefunden, in denen Mark die Zusammenarbeit mit Dariani reflektiert. Der war ja 2005 in den USA, um “Tussies zu rekrutieren”, um mutmaßlich bei Facebook seine Idee für StudiVZ abzukupfern - ach ja, und um Spreadshirt USA mit AdWords in Fahrt zu bringen. […]

  69. […] Toll. Fünf Tage haben diese Informationen nur gebraucht, um von Falk-Lüke-Informationen zu Welt.de-Informationen zu werden. Bei Falk konnte man nämlich schon am vergangenen Sonntag lesen: „…der Jungunternehmer Dariani ist von seinen Geschäftspartnern kaltgestellt worden, ‚von der Außenkommunikation entbunden‘ heißt es in Firmenkreisen.“ […]

  70. on 01 Dec 2006 at 23:53 MiFoMM » Relevanz der Blog-Krisen

    […] Und eine lesenswerte Zusammenfassung zu den Vorgängen rund um das gen. Start-up lag auch bereits auf dem Tisch: das unverkäufliche Stück von Falk Lüke. […]

  71. […] So viele kritische Menschen haben sich in den letzten Tagen ausführlich mit dem Thema auseinandergesetzt und für gebührende Aufmerksamkeit gesorgt. Erst hatte ich vor sämtliche Artikel aus hirnführenden Blogs zu verlinken, aber dann hätte ich wohl noch wahrlos deutsches Literaturgut einfügen müssen, damit überhaupt genügend Wörter zur Verfügung stünden. Ob das die Menschen nun sensibilisiert? Ich denke nicht! So traurig das auch ist. Da ist StudiVZ-Seite (”sammelst du noch? Oder verteilst du schon!?) mal wieder seit Stunden offline und schon gesellt man sich zum trolligen Beisammensein im StudiVZ-Blog! Von Professoren ist da die Rede, die “Personen wie uns” als “DATENSCHUTZPARANOID” empfinden und man(n) stellt die provokante Frage: “was würde der gute Mann nur mit euch machen?”. Eine mögliche Antwort wurde von eben selbem Autor auch gefunden: “In der Luft zerreissen” … Da ich mich mit dem “euch” angesprochen fühle, sinierte ich kurz über eine alternative Antwort und wurde fündig: “Nichts!”. Denn wenn das schon das Ende der Argumentationskette ist, kann ich nur sagen: Schwein gehabt! Ein Hoch auf die Profs und die Meinungen die sie zur freien Adaption in unsere mündige Welt entsenden…! […]

  72. […] So, nun ein erneuter Versuch. Viel wurde über das StudiVZ geschrieben, in den letzten Tagen. Nur wenige haben es mit hervorragend recherchierten Beiträgen geschafft, einen seriösen Eindruck von der Problematik rund um das StudiVZ zu vermitteln. Einer der Autoren ist Falk Lueke mit seinem Artikel “Die Sorgenfreien”. Er behandelt das Thema - wie mir scheint - unvoreingenommen,  was den Text deutlich lesenswerter macht. […]

  73. […] Beim StudiVZ werden die Leser jetzt mit einem Link auf das Firmen-Blog geführt. Und was da abgeht, das ist schon hart. Ein bisschen sieht es nach Punching Ball aus: der gesammelte Frust über die hier ausreichend ausgeführten Begebenheiten und diverseste Sicherheitsprobleme scheint sich dort abzuladen. […]

  74. […] Hier der Link: http://blogs.lueke.info/unverkaeuflich/2006/11/26/die-sorgenfreien/ […]

  75. […] Falk Lüke: Die Sorgenfreien (26.11.2006) […]

  76. on 05 Dec 2006 at 02:21 Björn

    schöner Text, klasse Recherche - aber der Schluss macht echt keinen Sinn

    mach das doch mal zum Thema im Seminar

  77. […] Dariani ist mittlerweile “von der Außenkommunikation entbunden”, wie man hört. Eine kluge Entscheidung, vermutlich. Die Massengruschelgruppe soll angeblich auch bald verschwunden sein. Warum das so lange dauert, weiß niemand so genau. […]

  78. on 05 Dec 2006 at 22:58 Beissreflex

    fzs will StudiVZ nutzen? oder umgekehrt?…

    Als ich den taz-Artikel Studirevoluzzer wollen ins Prollnetz gelesen habe, habe ich anschliessend als erstes mal den Kalender überprüft. aber… es ist nicht der 1.April.

    Ich muss also annehmen, (mit der kleinen Hoffnung das die Meldung eine Ente …

  79. on 07 Dec 2006 at 11:13 Felix Gröbert

    Sehr schön! Ich wünsche dir viel Erfolg beim finden eines Publizisten, Falk. Grüsse aus Bochum

  80. on 08 Dec 2006 at 00:18 Henning

    Sehr schöner Text und vor allem auch schön sachlich.

  81. […] Hab gestern Abend von JaBBa eine gelungene Zusammenfassung der Ereignisse bei und um StudiVZ per ICQ erhalten. […]

  82. on 19 Dec 2006 at 17:29 Florian Blaschke

    Moin Falk,

    klasse Text, hab ich gerne gelesen. Hast Du die letzte Pressemitteilung von StudiVZ gesehen? Da steht das Folgende:

    Studenten-Portal studiVZ honoriert Auffinden von Sicherheitslücken mit Belohnung

    Berlin 30. November 2006 (stz). Das Studenten-Portal studiVZ hat heute eine Belohnung von 128 Euro für Hinweise ausgelobt, die auf Sicherheitslücken in seinem System aufmerksam machen. „Es kommt vor, dass uns Nutzer Sicherheitslücken melden. So haben wir auch in dieser Woche einen wichtigen Hinweis auf eine Schwachstelle in unserem System erhalten“, erläutert Manfred Friedrich, Datenschutzbeauftragter von studiVZ. „Wir konnten das Problem schnell beheben und sind natürlich für solche Hinweise sehr dankbar.“

    Da musste ich doch sehr lachen…

  83. […] So sehr sich Herr Schaar doch um die Privatssphäre seiner Bürger kümmert, um so weniger kümmern sich die Bürger um ihre eigene. Schon seit langem, genaugenommen seit dem ersten erscheinen, ist das Payback-Kartensystem in der Kritik der Datenschützer. Doch noch immer laufen Leute mit diesen Karten in den Supermarkt und verscherbeln ihre Datenprofile für einen Bruchteil dessen, was sie Wert sind. Nach dem StudieVZ-Debakel, den Kommentaren, die manch ein vernarrter fanatischer Anhänger dieser Community selbst, in den Blogs die sich der Sicherheit und dem Datenschutz verschriehen haben, ist nicht der geringste Funken im Bereich Schutz der Privatssphäre übergesprungen - statt dessen macht sich, so muss ich gestehen, bei mir eine Resignation breit. Da redet man sich den Mund fusselig (andere sind da kreativer, oder auch direkter: StudiVZ - Irgendwann kommt mir ohne Sicherheit das Essen hoch.), erklärt Freunden, wie schlimm die Ausmaße des Ganzen sind, und dass nicht alle, die die Daten abgegrast haben, so bewußt damit umgehen und die Daten lediglich für Sicherheitsvorträge aufbereiten, sondern mit Sicherheit sehr viel Schandluder damit getrieben werden wird. Selbst die kritischen Berichte der Presse wurden gnadenlos ignoriert. […]

  84. […] Eine sehr gute Zusammenfassung des StudiVZ Skandals findet ihr hier und natrlich an der groartigen Blogbar. […]

  85. […] EDIT 2: Eine sehr schöne Zusammenfassung über das Entstehen, die inzwischen beteiligten Kapitalgesellschaften, die Gründer des StudiVZ und viel mehr gibt es auf Falk’s Blog “Unverkäuflich”. […]

  86. […] Der eine oder andere hat es bereits gehört: ich mache morgen eine Studentencommunity auf. Videos von mir beim Teilnehmer-rekrutieren gibts demnächst auf YouTube. Und bei Gelegenheit lass ich mich auch von einem großen Stuttgarter Medienkonzern kaufen. […]

  87. […] Wenn man diesen Leuten auch noch passende Links gibt, aber diese dann einfach nur auf stur schalten, dann, tja dann kann ich es auch nicht ändern. Sollen sie eben die Blaue schlucken. Vielleicht besser so. Die Wahrheit war noch nie bequem. […]

  88. on 13 Oct 2007 at 00:28 Nachltektüre | mediani.de

    […] Falks (etwas längerer) StudiVZ-Exkurs auf “Unverkäuflich” von 2006 […]

  89. […] Hach, was waren das für Zeiten. […]

  90. […] Nun ist Dieter von Holtzbrinck aber wieder zurück. Und anders als sein internetaffiner, aber keineswegs stets glücklich handelnde Bruder Stefan von Holtzbrinck, gilt “DvH” als “publizistisch denkender Verleger”. Vom Wiedereinstieg DvHs zum 01. Juni 2009 erhoffen sich aus der Riege der Internetskeptiker - und derer gibt es am Speersort einige - eine klare Absage an den Ausverkauf ihrer ach so qualitativ hochwertigen Arbeit. Wie sich dies auf die erst vor kurzem gegründete Zeit Digital, als deren Zweck nicht zuletzt auch die Personalkostenreduktion im Onlinebereich angesehen werden darf, auswirkt, ist mir bis dato unbekannt. […]